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AMD begrüßt Initiative des Bundes

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21.12.04 um 14:23 Uhr in Kategorie AMD
AMD begrüßt Initiative des Bundes
Mailand, Italien, Dresden, 20. Dezember 2004. AMD begrüßt ausdrücklich ein jetzt veröffentlichtes Dokument der deutschen Bundesregierung zur ihrer IT Beschaffungspolitik. Die Veröffentlichung deckt sich mit den jüngsten Schritten anderer europäischer Staaten, die entsprechende Richtlinien für öffentliche Ausschreibungen von IT-Equipment herausgegeben haben und damit für stärkeren Wettbewerb sorgen wollen. Seit AMD im Oktober 2003 bei der europäischen Kommission eine Beschwerde gegen die einseitige Bevorzugung einer bestimmten Mikroprozessormarke und eines Herstellers eingereicht hat, haben mehrere europäische Staaten ihre Beschaffungsrichtlinien aktualisiert.

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Vergangene Woche veröffentlichte die deutsche Bundesregierung auf der Web-Seite des Bundesministeriums für Wirtschaft und Arbeit spezielle Richtlinien für Beschaffungsbehörden. Dort heißt es: “Deutsches und Europäisches Vergaberecht verbieten grundsätzlich die Nennung von Markennamen bei der Beschreibung der zu beschaffenden Leistung.” Und weiter: “Die Nennung eines bestimmten Markennamens (z.B. Lieferung eines Computers mit einem Prozessor der Marke xy) ist in jedem Fall unzulässig“. Das Dokument warnt davor, “bei der Beschreibung der Leistung Mindesttaktfrequenzen zu fordern. Diese sind nämlich nur eines von mehreren Kriterien, die gemeinsam die Leistung des Mikroprozessors ausmachen.” Diese Ankündigung der deutschen Bundesregierung baut auf ähnlichen Änderungen bei öffentlichen Behörden in Italien, Schweden, Belgien und Frankreich auf. Alle fünf EUMitgliedsstaaten empfehlen bei künftigen Ausschreibungen auf objektive Benchmarks zurückzugreifen, um eine ordnungsgemäße Leistungsbeschreibung von PC- und Server-Systemen sicherzustellen. Damit hätten OEMs die Möglichkeit,
Systemkonfigurationen anzubieten, die die geforderte Leistung erzielen, und müssten sich dabei nicht auf eine bestimmte Mikroprozessormarke festlegen. Das Papier der deutschen Bundesregierung enthält ein Beispiel einer zulässigen technischen Leistungsbeschreibung: “Ein PC mit einem x86-Mikroprozessor und einer Mindestleistung von Xwert beim X1-Benchmarkverfahren oder Y-Wert beim Y1-Benchmarkverfahren.” Die italienische Beschaffungsbehörde CNIPA geht einen Schritt weiter und hat sich zur Evaluierung von Desktop-Computersystemen speziell für den Benchmarkwert Sysmark 2004 entschieden.

In einem ähnlichen Schritt gab Russlands stellvertretender Minister für Wirtschaftliche Entwicklung und Handel, Andrei Sharonov, strenge Richtlinien für die herstellerneutrale Beschaffung von Computern innerhalb der Russischen Föderation heraus. Sharonov ist ferner der Urheber eines Großhandels-Modernisierungsgesetzes für die Beschaffung öffentlicher Ämter in der Russischen Föderation, das vor kurzem in erster Lesung von der Duma angenommen wurde. “Wir unterstützen diese Maßnahmen für einen stärkeren Wettbewerb bei öffentlichen IT-Ausschreibungen nachhaltig. Denn alle profitieren davon, wenn mehr qualifizierte Anbieter als bisher in öffentliche Beschaffungsprozesse eingebunden werden. Die bis dato bevorzugte Behandlung eines Herstellers von Mikroprozessoren verhinderte einen fairen Wettbewerb. Dies verursacht unnötige Kosten für die Beschaffungsbehörden, die die Steuerzahler begleichen müssen. AMD begrüßt auch das Konzept unabhängiger, anwendungsspezifischer Benchmarks als faire und beste Möglichkeit zur Ermittlung der optimalen Systemleistung von Desktops, Notebooks, Workstations und Servern,” so Giuliano Meroni, AMDs Corporate Vice President, Sales and Marketing in Europa.

Meroni weist auf eine kürzlich erstellte Studie der EUKommission hin. In der Pressemitteilung heißt es dazu: “Die derzeit geltenden EU-Vergaberichtlinien haben den grenzüberschreitenden Wettbewerb auf den Beschaffungsmärkten verstärkt und die Preise, die öffentliche Auftraggeber für Waren und Dienstleistungen zu zahlen haben, um etwa 30% gesenkt; ... . Die Möglichkeiten zur weiteren Öffnung der Beschaffungsmärkte sind aber noch längst nicht ausgeschöpft. Der Steuerzahler kann noch mehr für sein Geld bekommen, außerdem kann noch mehr gegen Korruption und Günstlingswirtschaft getan werden.”

Die Europäische Kommission, DG Internal Market and Services, befasst sich auch weiterhin mit dem Thema diskriminierungsfreie Leistungsbeschreibungen bei IT-Ausschreibungen.

Autor: Chefkoch | Quelle: AMD
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