Scythe hat sich in den letzten Jahren mit verschiedensten Kühlermodellen am Markt etablieren können. Neben Towerkühlern wagt sich der japanische Hersteller immer wieder an andere Kühlerlayouts. So erreichte uns mit dem Orochi einer dieser aussergewöhnlichen Kühler, der besonders durch seine imposante Größe auffällt und für den passiven bzw. semi-passiven Betrieb konzipiert ist.
LieferumfangIm Lieferumfang des Scythe Orochi sind neben einer Packung Wärmeleitpaste, das Befestigungsmaterial für Intel Sockel 478/775 und AMD Sockel 754/939/940/AM2/AM2+, Halterungen für den 140mm Lüfter sowie eine ausführliche Installationsanleitung enthalten. Eine Halterung für den Sockel 1366 ist bislang noch nicht verfügbar. Technische Daten im Überblick
Der Kühler im Detail & InstallationDer Scythe Orochi besticht in erster Linie durch seine enorme Größe und das Gesamtgewicht von 1285g. Scythe präsentiert den Orochi als passiven bzw. semi-passiven Kühler für alle aktuellen Prozessoren (mit Ausnahme des Core i7). Die Verwendung von 10 Kupferheatpipes soll die effiziente Wärmeabfuhr an die Aluminiumfins gewährleisten. Die Vorraussetzungen für eine semi-passive Kühlung sind vorhanden, es stellt sich nur die Frage wie groß der Kompromiss zwischen Kühlleistung und der kaum wahrnehmbaren Geräuschkulisse ist. Der eingesetzte 140mm Lüfter dreht mit nur 500 U/Min und fördert dementsprechend wenig Luft, was bestenfalls für eine minimale Wärmeabfuhr ausreicht. Hier ist auch wichtig an welcher Seite der Lüfter montiert wird, idealerweise sollte er sich gut in den Luftstrom des Gehäuses einfügen. Alternativ können auch 120mm Lüfter eingesetzt werden. Bei der Installation des Scythe Orochi kann man gleich auf mehrere Probleme stoßen. Größtes Problem ist das Layout des Mainboards, so wurde es auf unserem Board richtig eng. Der Kühler ragt in Richtung PCI-Express Slot und ist nur wenige Millimeter von der Grafikkarte entfernt - es ist sehr knapp, aber es passt. Im Zweifelsfall könnte man den Kühler je nach Platzangebot im Gehäuse auch in eine andere Richtung montieren. Ein weiteres Probleme ist die Breite des PC-Gehäuses. In unserem Falle ragt der Kühler gut 5mm aus der Gehäuseseite des Cooler Master Stacker heraus, und es ist nicht gerade das kleinste Gehäuse auf dem Markt. Dies alles sollte man natürlich vor dem Kauf prüfen. Kommen wir nun zur eigentlichen Montage des Scythe Orochi. Im ersten Schritt muss die Backplate hinter dem Board positioniert werden. Auf der Vorderseite des Boards müssen zwei Haltebügel mit der Backplate von hinten verschraubt werden. In diese wird anschliessend der Kühler eingehakt. Mit ein wenig Kraftaufwand sitzt der Orochi dann auch sicher auf dem Sockel, trotz hohem Gewicht. MessergebnisseSehen wir uns jetzt den Praxistest des Scythe Orochi an. Der Lüfter ist weder im IDLE noch im LAST Betrieb zu hören, sorgt aber auch nur für eine geringe Luftfördermenge. Die geringe Leistung ist trotz riesigem Kühlkörper auch bei den Temperaturen zu spüren. Mit 10°C Temperaturdifferenz zum nächst besseren Kühler positioniert sich der Orochi an letzter Stelle unserer Kühlercharts. ![]() Hier spielen je nach Arbeitsumgebung mehrere Faktoren eine Rolle. Zum einen ist es der nicht wahrnehmbare Serienlüfter, zum anderen die Integration in den Luftstrom des Gehäuses. Selbstverständlich bietet der Kühlkörper ein hohes Potential an Leistung, wenn für eine effiziente Wärmeabfuhr gesorgt wird. Der Scythe Orochi ist ein Kühler für abolute Silent Fanatiker, die zwar auf HighEnd Performance, nicht aber auf absolute Geräuschlosigkeit verzichten können. Trotzdem konnten wir unseren auf 3,3 GHz übertakteten Intel Q6600 ohne Probleme kühlen. Bei original getakteten Prozessoren sollten so definitiv keine Probleme auftreten. |
COMMUNITY
|


















