Der Hersteller Xigmatek versorgt den Kühlermarkt seit ca. 3 Jahren mit leistungsfähigen Kühlern für CPU & GPU. Für den ersten Teil unserer Testserie erreichte uns das aktuelle Topmodell, der Achilles S1284.
LieferumfangSchauen wir uns erst einmal den Lieferumfang des Achilles an. Nach Öffnen der Blisterverpackung finden wir den Kühlkörper, einen 120mm Lüfter inkl. Anti-Vibrations Befestigungen, eine Packung mit Wärmeleitpaste, Befestigungsmaterial für AMD & Intel Sockel sowie eine Bedienungsanleitung. Die Anleitung ist mehrsprachig (u.a. auch Deutsch) und durch zahlreiche Abbildungen sehr hilfreich. Technische Daten im Überblick
Der Kühler im Detail & InstallationDer Kühler im Towerformat ist mit insgesamt vier 8mm Heatpipes ausgestattet, wirkt aber dennoch recht schlank. Auch bei diesem Kühler kommt die beliebte Materialkombination von Kupfer für die Heatpipes und Aluminium für die Kühlfins, zum Einsatz. Beim Achilles sind die Heatpipes, bis auf die Kontaktfläche, zusätzlich vernickelt. Denn diese besteht zum größten Teil aus den Heatpipes selbst. Bei Xigmatek bekannt unter dem Namen "Heat Pipe Direct Touch", wird diese Technologie mittlerweile bei vielen Herstellern eingesetzt. Hier ist keine klassische Bodenplatte mehr vorhanden, sondern die Heatpipes stehen in direktem Kontakt mit der DIE oder dem Heatspreader des Prozessors. Ergebnis soll eine effizientere Wärmeaufnahme sein. Der im Lieferumfang enthaltene orange 120mm Lüfter arbeitet mit maximal 1500 U/Min und ist mit weißen LEDs ausgestattet. Freunde des Modding könnten sich an diesem also erfreuen - wenn er denn ins Farbkonzept passt. Befestigt wird der Lüfter mit Hilfe von 4 Anti-Vibrations Gummis, welche die Vibrationen auf den Kühlkörper mindern sollen. Kommen wir nun zur Installation des Achilles. Diese erfolgt auf Intel Boards wie üblich über Push-Pins, bei AMD-Systemen kommt eine Halteklammer zum Einsatz. Beide Befestigungsmodule müssen an dem Kühlkörper mit Hilfe von zwei Schrauben befestigt werden. Danach gilt es nur noch den Kühler zu befestigen. Die Installation bereitete auf unserem Mainboard, trotz Gigabytes Silent Pipe, keine Probleme. Es ist zwar alles sehr eng, auch die letzte Speicherbank kommt dem Kühler sehr nahe, aber letztendlich passt alles. Immerhin hat man noch die Option den Kühler in einer anderen Position zu installieren. So kann man eventuell störenden Mainboardmodulen oder Kondensatoren aus dem Weg gehen. MessergebnisseNachdem der Kühler erfolgreich verbaut ist und alle Komponenten im Gehäuse stecken, kommen wir nun zum Praxistest. Nach dem Einschalten dreht der Lüfter bei angenehmen 800 U/Min, es ist nichts zu hören - kein Brummen, keine Schleifgeräusche. Laut Spezifikation arbeitet der Lüfter bei 12V mit maximal 1500 U/Min, das konnte der Lüfter dann unter LAST auch gleich beweisen. Schauen wir uns nun die Testergebnisse an: ![]() Delta T = Mittelwert der 4 Kerntemperaturen - Umgebungstemperatur Der Xigmatek Achilles liefert gute Werte, so erreichten wir unter 12V mit Orginallüfter knappe 58 °C bei 26,1 °C Umgebungstemperatur. Der verbaute Lüfter ist auch im 12V Betrieb angenehm leise und kaum wahrnehmbar. Wir konnten im subjektivem Lautstärkempfinden keinen Unterschied zum Referenzlüfter erkennen. Dieser drehte mit nur 1200 U/Min bei 12V. Schließt man den Lüfter direkt an das Mainboard an (Steuerung über PWM-Signal), erreicht man im Temperaturbereich von ca. 60 °C eine maximale Drehzahl von ca. 1200 U/Min. Hier erreicht der Orginallüfter ähnliche Werte wie der PAPST Referenzlüfter. Die Wahl des Lüfters scheint seitens Xigmatek also die Richtige gewesen zu sein. So erzielt er laut Herstellerangaben eine um ca. 30 m³/h höhere Luftfördermenge als der verwendete PAPST Referenzlüfter (bei 12 V). Dies kann man auch gut an den ermittelten Testwerten nachvollziehen. Im IDLE Betrieb kühlte der Originallüfter die CPU unter Steuerung des Mainboards (PWM) auf 37 °C herunter (Delta T: 10,9 °C). |
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