Eines darf vorweg gesagt werden, das HTC One X ist das erste Smartphone auf dem deutschen Markt welches mit einem Quadcore-Prozessor ausgestattet ist. Diese 4+1 CPU-Architektur stammt aus dem Hause der amerikanischen Grafikschmiede Nvidia und wurde auf den Namen Tegra 3 getauft. Die vier ARM Corex-A9-Kerne-Kerne takten mit einer Frequenz von 1,5 Gigahertz (beim Snapdragon S3 mit 1,7 Gigahertz) und sollen so für ordentlich Rechen- und Grafikpower sorgen. Der fünfte Kern, für den das „+1“ steht, taktet mit nur 500 Megahertz und soll das System im Idle-Modus energiesparend und dennoch mit ausreichend Leiostung versorgen. Letztendlich läuft dieser kleine Kern den bei allen einfachen Tasks mit. Wird jedoch eine anspruchsvolle Aufgabe wie eine aufwendige App oder ein Game gestartet, wird einer, zwei oder gleich alle vier der „großen“ Kerne dazugeschaltet. Der kleine „Battery Saver Core“ wird in diesem Moment deaktiviert.
Das HTC gerne das Smartphone mit dem größten Display auf dem Markt hat dürfte aus der Vergangenheit bekannt sein, dies sollte selbstverständlich auch bei der One-Serie bebehalten werden. Das 4,7 Zoll große Super-LCD-2 Display basiert leider nicht mehr auf der AMOLED Technologie, was in der Praxis bedeutet, dass es etwas weniger knackige Farben und ein schwächerer Kontrast als zum Beispiel der kleinere Bruder One S bietet. Das Display schafft eine Auflösung von 1280 x 720 Pixel und ermöglicht somit HD-Ready-Videos zu betrachten. Darüber hinaus hat es mit 454 Candela/m2 eine sehr starke Ausleuchtung, was einzig von LGs Nova-Display übertroffen werden kann. Wem die 4,7 Zoll dennoch zu klein sind, der kann sein One X über den micro-USB-Eingang mit seinem Fernseher verbinden. Dazu wird jedoch ein Adapter benötigt, welcher mit etwa 20 Euro zu buche schlägt. Die 8-Mega-Pixel Kamera des One X macht bei Tageslicht sehr detailgetreue und Farbechte Fotos. Ebenfalls wurde die Schärfe zu dem Vorgänger Desire HD nochmals verbessert. Im Kunstlicht bleiben die Fotos in akzeptabler Qualität. Sobald das zu fotografierende Umfeld zunehmend dunkler wird versagt die Kamera mehr und mehr -dem schwachen LED-Blitz sei Dank. Dieses Problem wurde beim Vorgänger mit dem Dual-LED-Blitz etwas besser gelöst. Diese Schwäche kann der 1080p-Camcorder wieder glattbügeln, die Qualität ist für ein Smartphone hervorragend. Dazu jedoch später mehr im Kameratest. War HTC bisher dafür bekannt seine Smartphone- Flaggschiffe, wie zum Beispiel das Desire HD, einen stabilen und optisch aufwertenden Aluminiumkorpus zu stecken, wird beim One X nun ein neuer Kurs angesteuert. Das Gehäuse besteht nun aus Polycarbonat, was zu einem ein geringeres Gewicht garantiert und dennoch hohe Stabilitätswerte gewährleistet. Diese Neuerung hat neben den erwähnten Vorteilen leider den entscheidenden Nachteil, dass die Optik nicht mehr so wertig wirkt. Speichertechnisch bietet das One X einen 32 Gigabyte großen internen Flashspeicher, welcher durchaus großzügig berechnet ist. Erweiterbar durch zum Beispiel eine Micro-SD Karte ist dieser Speicher nicht. Ebenso wurde der Akku fest in dem Gerät installiert und ist somit nicht austauschbar. Dem Quadcore-Prozessor stehen weiterhin 1024 Megabyte Arbeitsspeicher zur Verfügung, so können auch bei aufwendigen Aufgaben immer genug Daten zwischengespeichert werden. |
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