LieferumfangSehen wir uns zunächst den Lieferumfang des Sets an: Neben zwei Powerline-Adaptern finden wir jeweils ein 1,8m langes Netzwerkkabel sowie eine Kurzanleitung - mehr braucht es für die erfolgreiche Installation auch nicht. Die Adapter im DetailDer Hersteller ICY BOX präsentiert mit dem IB-PL500D Set zwei besonders kompakte Adapter, die genau aus diesem Grund auch mit nur einem Gigabit-LAN Anschluss ausgestattet sind. Der Größe ist auch der fehlende, durchgeschliffene Stromanschluss geschuldet, den man bei Powerline Adaptern oft findet. Der Nachteil liegt auf der Hand: Die Steckdose kann nicht mehr für andere elektronische Geräte genutzt werden. Wer die Steckdose ohne Einschränkungen nutzen möchte, kann z.B. auf das ICY BOX IB-PL550 Set zurückgreifen. Der Aufbau der Adapter ist einfach gehalten. So gibt es drei LEDs, die den Status des Gerätes anzeigen: Eine LED für den Betriebszustand, eine LED für den Netzwerkverkehr im Gigabit-LAN sowie eine LED für den Netzwerkverkehr im Powerline-LAN. Letztere zeigt anhand der Blinkfrequenz auch die im Powerline-Verkehr erreichte Datenrate an. Die Anzeige unterscheidet zwischen schnellem Blinken (Datenrate größer 60 MBit/s), normalem Blinken (Datenrate zwischen 10 und 60 MBit/s) und langsamen Blinken (Datenrate kleiner 10 MBit/s). Neben einem Reset-Taster befindet sich auf der Unterseite auch noch ein "Group"-Taster. Letzterer ermöglicht die Zuweisung von Gruppen von Adaptern. Betätigt man den Taster für 2-3 Sekunden, wird der Gruppen-Pairing Vorgang gestartet. Hier wird der Adapter einer bestehenden Gruppe zugewiesen. Drückt man den Taster 10 Sekunden wird die aktuelle Gruppenzuweisung gelöscht und eine neue Gruppe erstellt. Dieser können dann andere Adapter zugewiesen werden. Der Reset-Taster setzt das Gerät auf seine Werkseinstellungen zurück. Dies bedeutet auch, dass der Gruppenname auf "HomePlugAV" zurückgesetzt wird. Der Standard-Gruppenname gibt auch den Hinweis auf den hier verwendeten Übertragungsstandard. Die ICY BOX Adapter arbeiten nämlich nach dem gleichnamigen Homeplug AV Standard, so dass sie auch zu Adaptern anderer Hersteller kompatibel sind. In Puncto Datensicherheit arbeiten die ICY BOX Adapter mit einer 128bit AES-Verschlüsselung. StromverbrauchAuf der Verpackung der Adapter finden wir den Hinweis, dass die Geräte im Bereitschaftsmodus unter einem Watt verbrauchen. Dies konnten wir auch nachvollziehen, allerdings dürfen die angeschlossenen Geräte dann auch wirklich keine Daten im Standby senden oder empfangen. Der Bereitschaftsmodus wird durch die langsam blinkenden PowerLEDs angezeigt. Sind beide Adapter eingesteckt und per Stromnetz verbunden lag der Stromverbrauch bei rund 3,3 Watt. Während des Datenverkehrs stieg der Stromverbrauch auf ca. 3,9-4,4 Watt an. Während unseres Tests mit dem Energiemessgerät ist uns allerdings etwas aufgefallen: Beide Adapter haben einen leisen Fiepton abgegeben, der von einem elektronischen Bauteil innerhalb der Adapter kommen muss. Ist der Adapter unter dem Tisch installiert, nimmt man den Ton nicht mehr wahr - empfindliche Ohren könnten sich aber trotzdem daran stören. Hier sollte ICY BOX unbedingt nachbessern und das störende Bauteil ausfindig machen. Update: Auf Rückfrage beim Hersteller wurde uns zugesichert, dass es sich hier um einen Einzelfall handeln muss. Derartige Probleme sind in der Serie nicht bekannt. Wir konnten bislang allerdings noch keine anderen Geräte der Serie testen. DatenratenIn unserem Praxistest haben wir die Adapter auf zwei verschiedene Räume verteilt und direkt mit der Wandsteckdose verbunden. Auf einen Stromverteiler sollte man gänzlich verzichten, da dies zu Lasten der Datenrate geht bzw. eine erfolgreiche Installation grundsätzlich verhindern kann. Um die Adapter bei der ersten Installation miteinander zu verbinden, kann es hilfreich sein sie in zwei benachbarte Steckdosen zu stecken. In unserem Falle waren es zwei Steckdosen in einem Raum, die gut einen Meter auseinander lagen. Im Betrieb blinkte die Powerline-Status-LED schnell und bestätigte uns eine Datenrate von mehr als 60 MBit/s. Die tatsächlich Verbindung lag bei rund 110 MBit/s, sank teilweise aber auch auf 90 MBit/s ab. Die erreichte Datenrate ist natürlich stark von baulichen Gegebenheiten abhängig und in jeder Wohnung unterschiedlich hoch. Für den Anschluss von netzwerkfähigen Mediaplayern, TV-Geräten, Spielekonsolen oder auch NAS-Systemen ist die Datenrate ausreichend hoch. Hier muss Jeder selbst entscheiden, ob es eine modernes WLAN nach dem N-Standard oder aber ein Powerline-Netzwerk sein soll - beide Systeme haben ihre Vor- und Nachteile. Insbesondere in Häusern mit Kellern, könnte sich der Einsatz eines Powerline-Netzwerkes lohnen, denn hier ist der WLAN-Empfang oft bescheiden. |
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