LieferumfangDer Lieferumfang des Dark Power PRO fällt gewohnt großzügig aus. Neben den obligatorischen Kabelsätzen für das modulare Kabalmanagement und dem Kaltgerätekabel liegen dem Netzteil mehrere Klettkabelbinder, normale schwarze Kabelbinder, Daumenschrauben sowie normale Befestigungsschrauben bei. Darüber hinaus befindet sich auch eine Blende mit einem Schalter für den Overclocking Key sowie ein Stecker für die dauerhafte Aktivierung der Funktion im Lieferumfang. Das Handbuch enthält Informationen zur Installation sowie technische Daten des Netzteils in mehreren Sprachen, u.a. natürlich auch in deutscher Sprache. Das Netzteil im DetailAuf den ersten Blick erscheint das Design des Dark Power PRO 10 in gewohnter Optik, doch der Hersteller hat einige Details geändert. So sind die Auflagefläche des Netzteils jetzt gummiert und sollen die Vibrationsaufnahme des PC-Gehäuses minimieren. Dies betrifft auch die komplette Front des Netzteils, an der die Befestigung erfolgt. Wie auch schon bei der neuen Straight Power E9 Serie, setzt be quiet! bei dem Lüfter auf ein 135mm Modell. In diesem Fall handelt es sich um einen Silent Wings 2 Lüfter, der in dieser Größe speziell für das Netzteil entwickelt wurde. Die technischen Merkmale gleichen denen der auch frei erhältlichen Silent Wings 2 Lüfter. Dazu zählen das stromlinienoptimierte Lüfterblattdesign, die IC-Motorsteuerung sowie das Fluid-Dynamic-Lager. Das Ergebnis ist eine maximale Geräuschentwicklung von nur 12,9 dB(A) bei 100% Last des Netzteils, bei 50% Auslastung sind es sogar nur noch 11,7 dB(A) (Herstellerangaben). Die geringe Geräuschentwicklung verdankt das Netzteil natürlich auch der hohen Effizienz, die be quiet! mit bis zu 93% bei 50% Last im 230V Stromnetz angibt. Das von uns getestete 550W Modell besitzt somit die 80Plus Gold Zertifizierung. Mit dem ebenfalls erhältlichem 850 Modell erreicht der Hersteller sogar eine Effizienz von bis zu 94% und somit die 80Plus Platin Zertifizierung. Die hohen Effizienzwerte erreicht be quiet! durch den Einsatz aktuellster Technologien wie Half/Full Bridge (je nach Modell), Synchronous Rectifying oder DC-to-DC-Transformation. Neben der hohen Effizienz bietet das Dark Power PRO 10 auch einen sehr geringen Standby-Stromverbrauch, der beim 550W Modell unter 0,1 Watt liegt und somit die ErP-2013-Norm vollständig erfüllt. Wie auch schon bei der Vorgängerversion setzt be quiet! auf eine flexible Nutzung der 12V-Schienen. Im normalen Betrieb arbeitet das Netzteil mit vier getrennten 12V-Schienen, die mit jeweils 20-25 Ampere (12V1: 20A, 12V2: 20A, 12V3: 25A, 12V4: 25A) abgesichert sind. Mit Hilfe des Overclocking-Key können die 12V-Schienen allerdings auch zu einer einzigen 12V-Schiene zusammengefasst werden, die dann mit insgesamt 45 Ampere belastet werden kann und eine Gesamtleistung von 540W bietet. Die Zusammenlegung der 12V-Leitungen macht Sinn, wenn z.B. eine Grafikkarte besonders stromhungrig ist und 20-25 Ampere pro Schiene und PCI-Express Anschluss nicht mehr ausreichen. Dies sollte zwar selten der Fall sein, be quiet! hält diese Option aber immerhin offen. Achtung: Der PCI-Express 1+2 Anschluss sind der 12V3, der PCI-Express 3+4 Anschluss sind der 12V4 Schiene zugeordnet. Man sollte eine leistungsstarke Grafikkarte also mit dem Anschluss 1+3 oder 2+4 anschließen! Im Zweifelsfall kann der Overclocking-Key aktiviert werden. Neben den aktuellen Netzteil-Technologien bietet das Dark Power PRO natürlich auch alle aktuellen Schutzschaltungen: OVP (Überspannungsschutz), SCP (Kurzschlusssicherung), UVP (Unterspannungsschutz), OPP (Überlastungsschutz), OCP (Überstromschutz), OTP (Übertemperaturschutz). Das Kabelmanagement des Dark Power PRO 10 ist intuitiv aufgebaut und ermöglicht auch unerfahrenen PC-Bastlern eine einfache Installation. be quiet! hat die einzelnen Bereiche optisch und auch physisch von einander getrennt, so dass die Anschlüsse vertauschungssicher ausgeführt sind. Im oberen Bereich befinden sich die vier PCI-Express Anschlüsse, mit denen die entsprechenden Kabelsätze verbunden werden. Darunter finden wir die Anschlüsse für alle Laufwerke, den P4/P8 Anschluss sowie den Overclocking-Key und Anschlüsse für die externen Lüfter. Letztere werden ebenfalls von der Lüftersteuerung des Netzteils je nach Auslastung geregelt. Der 20+4-pin ATX-Stecker ist fest mit dem Netzteil verbunden und kann nicht gewechselt werden. Eine kleine Änderung gibt es aber auch hier: Der Ausgang des Kabels ist jetzt von einer flexiblen Gummiabdeckung umgeben - beim Vorgängermodell setzte der Hersteller auf ein leicht drehbares Kunststoffauge. Alle Kabel sind ummantelt und besitzen ausreichende Längen für die Installation in großen Gehäusen. Im Datenblatt des Herstellers finden wir eine ausführliche Darstellung des Kabelmanagements mit allen Anschlussmöglichkeiten (be quiet Dark Power PRO 10 550W - Technisches Datenblatt). |
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